Der viergleisige Ausbau zwischen dem Hauptbahnhof und Kleinmünchen ist ein zentraler Schlüssel, um die bestehenden Verkehrsprobleme im Linzer Süden zu lösen. Dennoch wird die Stadt nun erneut vertröstet. Konkret verschiebt sich die Inbetriebnahme dieses Teilstücks laut aktuellem ÖBB-Rahmenplan von 2033 auf 2035. „Diese Vorgehensweise ist schlicht inakzeptabel. Die Bundesregierung und hier insbesondere ÖVP und SPÖ dürfen nicht zum Bremsklotz für diesen so dringend notwendigen Ausbau des Schienennetzes und somit für eine bessere Öffi-Verbindung zwischen dem Linzer Süden und der Innenstadt werden“, betont der Grüne Klubobmann Helge Langer.
Während der Linzer Süden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetig gewachsen und die Zahl der hier lebenden Menschen immer weiter gestiegen ist hat der Öffi-Ausbau mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten. „Dem Ausbau der Schiene kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu, damit die Bürger:innen rasch, bequem und ohne Stau von ihrem Zuhause in die Innenstadt und von dort an ihr endgültiges Ziel fahren können“, unterstreicht Langer die Wichtigkeit dieser S-Bahn-Verbindungen.
Dennoch heißt es nun noch länger warten, bis der viergleisige Ausbau abgeschlossen ist und somit mehr Garnituren auf diesem Abschnitt unterwegs sein können. „Die Leidtragenden dieser neuerlichen Verzögerungs- und Hinhaltetaktik sind die tausenden Bürger:innen im Linzer Süden, die schon viel zu lange auf ein adäquates Öffi-Angebot warten müssen. Dass die Schnellbuslinien nun auf Kurs sind, ist zwar erfreulich. An einem Ausbau der Schiene darf dennoch kein Weg vorbeiführen. Hier ist die Bundesregierung gefordert, sich für eine rasche Umsetzung des viergleisigen Ausbaus einzusetzen und dieses Projekt nicht am Abstellgleis zu parken“, so Langer.