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Mittwoch, 27. Mai 2026

Gemeinsam gegen einen finanziellen Kahlschlag bei den Unis

Grüner Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat als klares Signal für die Unterstützung der Hochschulen

Nur wenige Meter vom Alten Rathaus entfernt, findet morgen, Donnerstag, während der Gemeinderatssitzung eine große Demonstration gegen die kolportierten finanziellen Kürzungen auf Kosten der Universitäten statt. Die Grünen tragen dieses Anliegen unterdessen mit einem Dringlichkeitsantrag in das Linzer Stadtparlament. Darin fordern wir Ministerin Holzleitner auf, keine Kürzungen umzusetzen.

„Auf Kosten der Bildung zu sparen, bedeutet an der Zukunft unseres Landes und der in Österreich lebenden Menschen zu sparen. Das ist kurzsichtig und würde dem gesamten Standort schaden“, macht die Linzer Bildungsstadträtin Eva Schobesberger deutlich. Für Gemeinderat Tomislav Pilipović, Mitglied der GRAS an der JKU, steht fest, „dass ein finanzieller Kahlschlag bei unseren Hochschulen verheerende Folgen für die Qualität und Vielfalt der Ausbildung hätte und damit auch der Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes schaden würde.“

Sparkurs hätte rundum negative Auswirkungen

Ab dem Jahr 2028 sollen für die österreichischen Hochschulen rund 15,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Davon haben betroffene Universitäten sowie Medien übereinstimmend berichtet. Das wäre um eine Milliarde Euro weniger als bisher und würde die Forderung der Universitätenkonferenz konterkarieren, die, um die Inflation auszugleichen, auf Basis von WIFO-Prognosen einen Budgetbedarf von 18 Milliarden ab 2028 errechnet hat.

„Ein derartiger Sparkurs würde sich auf Forschung und Lehre negativ auswirken. Die Folgen wären etwa eine Reduktion von Forschungsprojekten, die Schließung von Studienrichtungen, der Verlust von Spitzenforschung und Abwanderung von Fachkräften. Das schwächt den Bildungs- sowie den Wirtschaftsstandort, ist zum Nachteil für unsere Gesellschaft und letztendlich auch für unsere Demokratie. Das können wir nicht wollen“, machen Schobesberger und Pilipović deutlich. Gleichzeitig könnte ein rigider Sparkurs auch eine Kündigungswelle bei den Universitäten ins Rollen bringen.

Starke Hochschullandschaft wichtiger Faktor für den Standort

Ganz anders stellt sich derzeit die Situation auf EU-Ebene dar. Dort wird aktuell versucht, das Budget für Wissenschaft zu verdoppeln oder zumindest deutlich zu erhöhen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krisen und Unsicherheiten ist eine starke wissenschaftliche Hochschullandschaft in Österreich ein entscheidender Faktor für einen erfolgreichen Standort. Es liegt am Gemeinderat, morgen ein starkes und geschlossenes Signal nach Wien zu senden, dass unsere Unis ausreichend Budgetmittel benötigen und den Überlegungen, auf Kosten der Bildung zu sparen eine Absage erteilt werden muss“, so Schobesberger und Pilipović.

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