Einstimmig fordert der Linzer Gemeinderat die Bundesregierung auf, für die ausreichende Finanzierung der Universitäten zu sorgen und die kolportierten Kürzungen zu stoppen. Für die Finanzierung der Unis haben gestern auch rund 1.400 Menschen auf dem Linzer Hauptplatz demonstriert. Wenig später haben die Grünen die Causa erfolgreich in das Alte Rathaus geholt. Den Dringlichkeitsantrag an die Bundesregierung, die Universitäten in ausreichendem Ausmaß zu unterstützen, hat das Stadtparlament einstimmig beschlossen.
„Wenn sich neun wahlwerbende Gruppierungen – Grüne, SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS, vormals MFG, KPÖ, Linz + und Ahoi – einig sind, ist das etwas Besonderes und ein deutliches und lautes Signal nach Wien. Die Proteste von den Unis, aus der Zivilbevölkerung sowie aus der Politik lauten alle gleich und müssen gehört werden: Unsere Unis müssen auch in Zukunft ausreichend finanziert werden. Alles andere ist kurzsichtig und würde dem gesamten Standort schaden. Bei Wissenschaft, Forschung und Bildung zu sparen, ist sparen an der Zukunft“, fordern Bildungsstadträtin Eva Schobesberger und Gemeinderat Tomislav Pilipović die Bundesregierung auf, von den kolportierten Kürzungen Abstand zu nehmen.
Volle Unterstützung für unsere Universitäten! Diese Botschaft schallt derzeit quer durchs Land, in Linz war sie gestern sowohl am Hauptplatz als auch im wenige Meter entfernten Gemeinderatssaal im Alten Rathaus deutlich zu vernehmen. „Forschung, Wissenschaft und Bildung sind nicht nur Säule, sondern das Fundament einer demokratischen Gesellschaft. Hier zu kürzen ist der komplett falsche Weg auf Kosten des Bildungs- sowie des Wirtschaftsstandortes. Wer an der Bildung spart, spart an der Zukunft. Umso wichtiger ist es daher, dass sich der Linzer Gemeinderat gestern einstimmig zur finanziellen Unterstützung unserer Universitäten und somit zum Standort Linz bekannt hat“, halten Schobesberger und Pilipović, der auch Mitglied der GRAS auf der JKU ist, fest.
Schließlich hätte die Umsetzung des von den Unis und den Medien kolportierten Sparkurses in der Realität drastische Auswirkungen. Die Folgen wären etwa eine Reduktion von Forschungsprojekten, die Schließung von Studienrichtungen, der Verlust von Spitzenforschung und Abwanderung von Fachkräften sowie eine drohende Kündigungswelle bei den Hochschulen. „Das schwächt den Bildungs- sowie den Wirtschaftsstandort, ist zum Nachteil für unsere Gesellschaft und letztendlich auch für unsere Demokratie. Das können wir nicht wollen, das wollen die Menschen in Österreich nicht und das will auch der Linzer Gemeinderat nicht. Es liegt an der Bundesregierung, die von ihr geschürte Verunsicherung zu beenden, die Universitäten im Lande ausreichend zu finanzieren und nicht bei der Zukunft von uns allen zu sparen“, so Schobesberger und Pilipović.