Auch vier Jahres nach Beginn des brutalen russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist trotz mehrfacher Verhandlungsrunden weiter kein Ende der Kampfhandlungen in Sicht. Fest steht hingegen, dass der Wiederaufbau der Ukraine sehr viel Geld kosten wird, zuletzt ist von 500 Milliarden Euro die Rede gewesen. Um die Kräfte dafür zu bündeln, ist 2022 die „Europäische Allianz der Städte und Regionen für den Wiederaufbau der Ukraine“ gegründet worden. „Als Friedensstadt sollten wir uns in diesen Prozess aktiv einbringen und dem Netzwerk beitreten“, betont Gemeinderat Tomislav Pilipović.
Bereits im März 2023 ist ein dazu von ihm eingebrachter Gemeinderatsantrag einstimmig dem Stadtsenat zugewiesen worden. „Angesichts der riesigen Aufgabe die Ukraine wieder aufzubauen, müssen dafür so viele Kräfte wie möglich gebündelt werden. Daher sollte der Beitritt der Stadt Linz zu dem Netzwerk jetzt rasch vorangetrieben werden“, so Pilipović.
Lokale und regionale Gebietskörperschaften aus der EU sowie dem angegriffenen Land zusammenzubringen: Dafür ist die „Europäische Allianz der Städte und Regionen für den Wiederaufbau der Ukraine“ ins Leben gerufen worden. Ziel soll es sein, nach Kriegsende die Anstrengungen zum Wiederaufbau des Landes zu koordinieren. Aus Österreich haben sich die Stadt Graz sowie die Region Burgenland dem Bündnis angeschlossen.
Im Linzer Gemeinderat ist unser Vorschlag vor knapp drei Jahren auf positive Reaktionen gestoßen. Die Zuweisung an den Stadtsenat hat der damalige Bürgermeister vorgeschlagen, um damals bereits laufende Gespräche und Abstimmungen abzuwarten. „Mit der Unterstützung der Partnerstadt Saporischschja hat Linz bereits einen wertvollen Beitrag geleistet. Der Beitritt zu der europäischen Allianz für den Wiederaufbau der Ukraine wäre nun ein nächster wichtiger Schritt“, ist Pilipović überzeugt.
Schließlich werden die Schäden und das Leid, das dieser sinnlose Krieg verursacht, noch lange nachwirken. „Die Menschen in der Ukraine müssen seit gut vier Jahren Unvorstellbares durchmachen. Deshalb dürfen wir sie nicht im Stich gelassen werden, wenn es hoffentlich bald darum geht, den Wiederaufbau des Landes voranzutreiben“, blickt Pilipović in die Zukunft.