Obwohl das Linzer Damentennisturnier die größte Einzelsportveranstaltung im Frauensport in Österreich ist, lässt der Bund die Organisator:innen im Regen stehen und hat Medienberichten zufolge für die heurige Auflage die Förderung in Höhe von zuletzt 300.000 Euro gestoppt. „Mit der Entscheidung, eine derart bedeutende Veranstaltung, die in rund 150 Länder übertragen wird, nicht mehr finanziell zu unterstützen, sendet der Bund ein verheerendes Signal an den Frauensport in Österreich und disqualifiziert sich damit selbst“, kritisiert Gemeinderätin Rossitza Ekova-Stoyanova, Sportsprecherin der Grünen Linz, die Streichung der Förderung.
Erstmals auf Sand ausgetragen hat sich in diesem Jahr wieder ein hochkarätiges Teilnehmerinnenfeld für das Upper Austria Ladies Linz angekündigt, dem unter anderem vier ehemalige Gewinnerinnen der prestigeträchtigen Grand-Slam-Turniere angehören. „Dass das Turnier trotz dieser Strahlkraft nicht länger als unterstützungswürdig betrachtet wird, ist eine schwere Niederlage der Verantwortlichen auf Bundesebene. Noch dazu, da das Turnier nicht nur Weltklasseathletinnen nach Linz holt, sondern darüber hinaus regelmäßig mit Veranstaltungen den Themen Vielfalt, Gerechtigkeit und Austausch im Sport eine Bühne bietet und somit ein wichtiges Zeichen setzt“, betont Ekova-Stoyanova.
Schließlich sind Frauen auch im Sport noch immer massiv unterrepräsentiert, was öffentliche Wahrnehmung, mediale Berichterstattung, Gagen und Preisgelder betrifft. „Daher würde ich mir seitens des Bundes ein klares Bekenntnis zum Linzer Tennisturnier in Form finanzieller Unterstützung erwarten. Schöne Worte über die Wichtigkeit des Frauensports alleine sind definitiv zu wenig“, so Ekova-Stoyanova.