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Montag, 23. März 2026

Fortsetzung des Gewaltpräventionsprojektes „StoP“ darf nicht am Geld scheitern

Einstimmiges Signal des Linzer Gemeinderates an den Bund

Eindeutiger hätte dieses Signal für den Gewaltschutz nicht ausfallen können: Einstimmig hat der Gemeinderat die von Frauenstadträtin Eva Schobesberger eingebrachte Resolution an die Bundesregierung beschlossen, die weitere Finanzierung des Gewaltpräventionsprojektes „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ sicherzustellen. Diese läuft Mitte des Jahres aus, eine Verlängerung ist aktuell offen. „Mittlerweile müssen wir beinahe täglich von männlichen Übergriffen gegen Frauen bis hin zu Femiziden als schlimmstmögliche Auswirkung lesen. Diese dramatische Entwicklung dürfen wir nicht hinnehmen – wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um dem zu begegnen. Innovative Projekte wie ‚StoP‘, brauchen wir dafür dringend. Dass diese keinesfalls am fehlenden Geld der Bundesregierung scheitern dürfen, hat der Linzer Gemeinderat mehr als deutlich klargestellt“, macht die Linzer Frauenstadträtin Eva Schobesberger deutlich.    

2021 in Linz gestartet

Bestehende Opferschutzarbeit mit Gemeinwesenarbeit zu verbinden und dort anzusetzen, wo Gewalt stattfindet – in den Stadtteilen, in der Nachbarschaft, in den Siedlungen: Das ist das besondere Merkmal von „StoP“. In Linz ist die Initiative im Jahr 2021 vom Frauenhaus Linz gestartet worden und wird in Urfahr und im Franckviertel umgesetzt. Somit wendet sich das Projekt, das in Linz neben dem Bund auch vom städtischen Frauen- und Sozialressort finanziert wird, explizit und direkt an die Zivilgesellschaft, bindet diese aktiv ein und vermittelt was jede:r einzelne beitragen kann. „Dieses Angebote ist von entscheidender Bedeutung, um die Prävention von Gewalt und das Wissen, wie man sich aktiv für eine gewaltfreie Gesellschaft einsetzen kann, voranzutreiben. Würde der Bund die Finanzierung dafür einstellen, wäre dies ein fatales Signal an die gemeinsamen Anstrengungen, ein gewaltfreies Leben für alle Menschen zu gewährleisten“, so Schobesberger.

SToP verbindet engagierte Expert:innen mit der Bevölkerung und stärkt Zivilcourage

Umso wichtiger ist es daher, dass der Linzer Gemeinderat mit dem einstimmigen Beschluss der Resolution eine klare Botschaft an die Bundesregierung übermittelt, dass die weitere Finanzierung von „StoP“, das auch bereits den Frauenpreis der Stadt Linz erhalten hat, unbedingt notwendig ist. „Dieses Projekt verbindet engagierte Expert:innen mit der Bevölkerung, stärkt die Zivilcourage und die Sensibilität gegenüber offenkundigen Zeichen von Gewalt und ist daher nicht nur vorbildlich, sondern ein unverzichtbarer Teil der Gewaltpräventionsmaßnahmen in unserer Stadt. Dass dies auch der gesamte Gemeinderat so sieht, freut mich sehr. Ich erwarte mir, dass die Bundesregierung dieses Signal ernst nimmt und auch künftig die Finanzierung von „StoP“ sicherstellt“, so Schobesberger.    

Fotocredit: Violetta Wakolbinger

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