Nach viel Protest hat die Staatsanwaltschaft die Aufnahmen jenes unbekannten Täters, der sich laut Medienberichten Daniel nannte und zwei Frauen in der Straßenbahn mit der Faust brutal ins Gesicht geschlagen hat, nun doch veröffentlicht. „Die Veröffentlichung des Bildes ist ein wichtiger Schritt, um den Täter zu finden damit er sich vor Gericht verantworten muss. Es geht um schwere Körperverletzung. Hass und Gewalt gegen Frauen sind ein massives Problem in unserer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, mit aller Entschiedenheit dagegen einzutreten. Das gilt ganz besonders für die Strafverfolgung. Es muss einfach alles erdenklich Mögliche unternommen werden, um den Täter auszuforschen und vor Gericht zu stellen“, macht Frauenstadträtin Eva Schobesberger deutlich.
Kopfschütteln und breites Unverständnis hat die Weigerung der Staatsanwaltschaft ausgelöst, die Überwachungsbilder aus der Straßenbahn nicht zu veröffentlichen. „Dass die Verantwortlichen ihre Entscheidung jetzt zurückgenommen haben, ist ein wichtiges Signal. Es muss jede Möglichkeit genutzt werden, den Täter zu identifizieren. Wenn man jemanden erkennt, dann normalerweise auch auf einem Foto mit schlechter Qualität. Ich hoffe, dass es jetzt gelingt, den Mann auszuforschen und für seine Gewalttat vor Gericht zu stellen. Schließlich ist Gewalt gegen Frauen ein zunehmendes Problem, das alles Gesellschaftsschichten betrifft und in der schlimmsten Eskalationsstufe tödlich endet. Deshalb sind gerade hier klare Botschaften auch in der Strafverfolgung besonders wichtig“, so Schobesberger.
Fotocredit: Violetta Wakolbinger