Umfangreiche Arbeiten an den Linzer Schulen während der Sommerferien hat die Stadt heute angekündigt. „Die bisherigen Sanierungsbemühungen bei den städtischen Schulgebäuden verdienen ein klares Nicht genügend. Den dringenden Handlungsbedarf hat spätestens die extreme Juni-Hitzewelle schonungslos offenbart“, sieht Gemeinderätin Lucia Straßer-Kreisel viele Versäumnisse. Schließlich hat der Gemeinderat auf Initiative von Stadträtin Eva Schobesberger bereits im Jahr 2019 einstimmig die Erstellung eines Schulsanierungskonzeptes beschlossen. „Dieses ist die städtische Immobiliengesellschaft bis heute schuldig geblieben. Dadurch ist wertvolle Zeit verschenkt worden, unsere in die Jahre gekommenen Schulen für die aktuellen Herausforderungen zu rüsten“, so
Straßer-Kreisel, die selbst als Direktorin tätig ist.
Mehr als 30 Grad in den Klassenzimmern, stehende Luft, kaum Möglichkeiten, die Hitze auszusperren. Dieses Szenario hat im Vormonat Schüler:innen wie Lehrer:innen an ihre Grenzen und darüber hinaus gebracht. „Dass weitere Hitzewellen auf uns zurollen werden, deren Abstände kürzer und die Auswirkungen spürbarer werden, ist eine Tatsache, die wohl unausweichlich ist. Deshalb muss jetzt unverzüglich alles dafür getan werden, dass solche Extremwetterereignisse unsere Schulen nicht mehr unvorbereitet treffen. Nur ein wirksamer Hitzeschutz stellt sicher, dass die Klassenzimmer bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nicht zur Sauna werden und auch dann ein qualitätsvoller Unterricht im Sinne der Kinder und Jugendlichen gewährleistet ist“, hält Straßer-Kreisel fest.
Doch auch abseits der Anpassung der Gebäude an große Hitze ist der Handlungsbedarf groß, um in den Linzer Bildungseinrichtungen einen zeitgemäßen Unterricht sicherzustellen. Gerade die Bausubstanz als auch die Aufteilung der Räume lassen in vielen Fällen zu wünschen übrig. „Warum die Sanierung der Gebäude trotz eines vor rund sieben Jahren gefassten Gemeinderatsbeschlusses für ein Schulsanierungskonzept bisher nur schleppend vorangegangen ist, ist völlig unverständlich. Schulen, die ein gutes Lernen für alle ermöglichen, haben eine Selbstverständlichkeit und kein Luxus zu sein“, so Straßer-Kreisel.