Trotz der frühen Phase des Sommers geht für Linz nun bereits die zweite Hitzewelle zu Ende. Bereits Ende Mai erreichte eine vier Tage umfassende Hitzewelle das Linzer Stadtgebiet. Seit 1930 gab es dies erst einmal, und zwar die letzten vier Maitage im Jahr 2005. Am 18. Juni begann die zweite Hitzewelle des Jahres und diese war in Intensität und Dauer für diese Jahreszeit beispiellos.
„Die aktuelle Hitzewelle zeigt extrem deutlich, wie dramatisch die Bevölkerung von Ballungsräumen der menschengemachten Klimaerhitzung ausgeliefert ist. Der größte Schatz gegen die Hitze stellt unser Stadtgrün dar. Der Schutz des bestehenden Grüns und der Ausbau des Grünanteils der Landeshauptstadt müssen unser größtes Anliegen sein“, analysiert Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
Der bisher in Linz durch die GeoSphere Austria gemessen Höchstwert von 37,6 °C wurde am Sonntag, 28. Juni, übertroffen. Das Thermometer erreichte an der Messstelle der GeoSphere Austria zwischen 15:40 und 16 Uhr im Mittel 38,2 °C. Noch deutlich höhere Temperaturen zeigten die zusätzlichen Messstellen des städtischen Messnetzes (siehe unten).
Insgesamt haben wir damit inklusive gestern eine Hitzewelle mit einer Dauer von 13 Tagen erlebt. Kurz unterbrochen wurden die Temperaturspitzen unter anderem durch ein Starkregenereignis am Abend des 29. Juni – hier wurden an der Messstelle der GeoSphere Austria zwischen 21 und 22 Uhr in Summe 36 mm Niederschlag registriert.
Insgesamt bricht die Hitzewelle in Linz mehrfache Rekorde in der Messgeschichte. Noch nie gab es in den letzten knapp 100 Jahren im Juni eine derart lange Hitzewelle, noch wurden derart hohe Temperaturen gemessen.
Dies zeigt sich auch daran, dass an der Messstelle der GeoSphere Austria bis zu diesem Tag im Jahr noch nie so viele Hitzetage wie in diesem Jahr gezählt wurden.
Am Linzer Stadtgebiet zeigt das durch die Stadt Linz betriebene Messnetz für den Sommer 2026 bislang klar die unterschiedliche thermische Belastung während der aktuellen Hitzewelle. Stadtteile mit hohem Durchgrünungsgrad, viel Baumbestand und im Einfluss von Windsystemen (z.B. Haselgrabenwind oder Auhofwind) kühlen selbst jetzt nachts noch vergleichsweise gut aus während dicht versiegelte Bereiche unter Tropennächten leiden. Darüber hinaus wurden an allen Messstellen auch bereits sogenannte Wüstentage gemessen – dies sind Tage an jenen die Höchsttemperaturen 35 °C und darüber erreichen.
Text- und Fotoquelle: Stadt Linz