Der Masterplan Parken? Weiter in Schwebe. Exklusive Bewohner:innen-Parkzonen? Nach wie vor kaum umgesetzt. „Gerade im Sinne jener Linzer:innen die täglich
auf Parkplatzsuche gehen müssen, sind dringend Verbesserungen nötig. Ziel muss sein, die rechtlich mögliche Zahl an exklusiven Bewohner:innen-Stellplätzen zu verordnen, um die Menschen, die in unserer Stadt leben und auf ein Auto angewiesen sind, zu entlasten. Hier ist der zuständige Vizebürgermeister Hajart gefordert, die Handbremse zu lösen und die Umsetzung voranzutreiben“, betont Klubobmann Helge Langer.
Kurzparkzonenplätze, die ausschließlich jenen, die über eine entsprechende Bewohner:innen-Parkkarte für die jeweilige Zone verfügen, vorbehalten sind – davon gibt es in unserer Stadt viel zu wenige. „Warum der Verkehrsreferent hier so lange zögert, ist völlig unverständlich. Diese Maßnahme würde mit Sicherheit dazu beitragen, den Parkdruck in so manchen Vierteln zu reduzieren und wäre ohne großen Aufwand umsetzbar“, ist Langer überzeugt.
Eine klare Absage erteilt der Grüne Klubobmann hingegen der Forderung von Vizebürgermeister Hajart, mehr Parkplätze für Linz zu schaffen. Das wäre ein klarer Widerspruch zum vom Gemeinderat beschlossenen Klimaneutralitätskonzept, das unter anderem vorsieht, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis zum Jahr 2040 von rund 42 auf 23 Prozent zu senken. „Mit einer Offensive für mehr Parkplätze lässt sich dieses Ziel mit Sicherheit nicht erreichen. Anstatt mehr Stellflächen zu schaffen, müssen die Vorhandenen, soweit möglich, prioritär den Bewohner:innen zur Verfügung stehen. Dazu hört man vom zuständigen Vizebürgermeister jedoch sehr wenig“, so Langer, der sich im Sinne der Pendler:innen zugleich für den Ausbau von Park & Ride sowie dem Öffentlichen Verkehr ausspricht.