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Freitag, 22. Mai 2026

Kurzzeitvermietung auf Airbnb und Co: EU-Verordnung umsetzen, Registrierungspflicht einführen

Land und Bund sollen Grundlagen für Umsetzung der Regelung erarbeiten

Mehr Transparenz bezüglich der Zahl an Wohnungen, die über Plattformen wie Airbnb regelmäßig vermietet werden, machen die Grünen Linz im kommenden Gemeinderat zum Thema und setzen sich für die Umsetzung der von der EU verordneten Registrierungspflicht für Kurzzeitvermieter:innen ein. „Alleine die unterschiedlichen Einschätzungen, wie viele Wohnungen aufgrund dieses Geschäftsmodells den Linzer:innen nicht zur Verfügung stehen, macht den Handlungsbedarf deutlich“, ist Gemeinderat Tobias Reder überzeugt. Per Resolution fordert er daher die zuständigen Land und Bund auf, die erforderlichen Grundlagen für die Umsetzung der EU-Verordnung zu erarbeiten.   

Verknappung von Wohnraum führt zu höheren Preise

2024/1028 (STR-VO): Hinter dieser Kombination aus Zahlen und Buchstaben verbirgt sich jene EU-Verordnung, die seit Mai des heurigen Jahres eine verpflichtende Registrierungspflicht für Kurzzeitvermieter:innen vorsieht. Trotz dieser Vorgabe steht auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus jedoch folgender Satz zu lesen: „In Österreich wird die STR-VO mit dem Geltungsbeginn der Verordnung am 20. Mai 2026 vorerst in keinem Bundesland umgesetzt. Einige Bundesländer werden die Verordnung vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen.“

„Diese Aussagen seitens eines Ministeriums zu einer umzusetzenden EU-Verordnung irritieren einen dann doch und erwecken den Anschein, dass die Interessen derjenigen, die Wohnungen vorübergehend auf einschlägigen Plattformen für Tourist:innen vermieten, wichtiger sind, als mehr Transparenz und leistbaren Wohnraum für die Bevölkerung sicherzustellen“, hält Reder fest. Schließlich verschwinden durch den Trend, bei Urlauben, Geschäftsreisen etc. in Privatwohnungen zu übernachten, Wohnungen Stück für Stück vom Markt. „Diese Verknappung birgt die Gefahr steigender Preise für das eigene Dach über dem Kopf zulasten der Linzer:innen“, macht Reder die möglichen Folgen deutlich.    

Airbnb-Trend macht auch vor Linz nicht Halt

Dass der „Airbnb-Trend“ auch vor der oberösterreichischen Landeshauptstadt nicht Halt macht, lässt sich feststellen, wenn man mit offenen Augen durch Linz geht. So finden sich da und dort vor den Eingängen zu Häusern, Schlüsselkästchen, die auf Kurzzeitvermietungen hindeuten. „Eine leistbare Wohnung zu finden, muss aber eine Selbstverständlichkeit sein und darf nicht zum Luxus werden. Deshalb ist es an der Zeit, einen genauen Blick auf die Entwicklung der Vermietungen von Wohnungen auf Airbnb und Co in unserer Stadt.  

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