Ein massiver Preissprung droht den mehr als 100.000 Oberösterreicher:innen, die derzeit mit einem Klimaticket für Oberösterreich bequem mit den Öffis unterwegs sind. Konkret will das Land den Preis für das „Klimaticket OÖ Gesamt“ mit 1. Jänner auf 703 Euro nach oben schrauben. Diese Preissteigerung von 19 Prozent liegt fast fünfmal so hoch wie die aktuelle Inflationsrate und macht die OÖ-Ausgabe des Klimatickets zur teuersten Variante im gesamten Land. „Gerade als Landeshauptstadt mit täglich rund 110.000 Pendler:innen dürfen wir das nicht akzeptieren. Es liegt jetzt am Gemeinderat, ein deutliches Zeichen gegenüber der Landesregierung zu setzen, dass die geplante Preiserhöhung unverhältnismäßig unvernünftig und unverschämt ist“, stellt Klubobmann Helge Langer eine entsprechende Resolution.
Bereits mit Beginn des heurigen Jahres ist der Preis für das Klimaticket Oberösterreich um 7,7 Prozent auf 592 Euro erhöht worden. Mit dem neuerlichen geplanten Anstieg auf 703 Euro wartet auf all jene, die sich ein Klimaticket Oberösterreich kaufen wollen, eine weitere unliebsame finanzielle Überraschung. Ebenfalls geplant ist, die Preise für die unterschiedlichen regionalen Varianten des Klimatickets Oberösterreich anzuheben. Somit würde eine Klimaticket „Regional + Linz“ mit 1. Jänner von 533 auf 633 Euro ansteigen. „In Zeiten, in denen bereits die Kosten für Energie, Wohnen und Lebensmittel massiv gestiegen sind, will die schwarz-blaue Landesregierung den Menschen auch noch bei der Mobilität mit beiden Händen tief ins Geldbörsel greifen. Damit werden die Menschen wieder zurück ins Auto und in den Stau getrieben“, nennt Langer die Folgen.
Dabei sind laut Statistik Austria bereits im Jahr 2022 fast 16 Prozent der Haushaltsausgaben auf die Mobilität entfallen. Bei Personen, die über wenig Einkommen verfügen steigt dieser Wert teils deutlich. „Eine jährliche Mehrbelastung von 111 Euro durch den geplanten Preissprung beim Klimaticket Oberösterreich kann daher für manche Bürger:innen rasch zur Frage führen, ob sie sich überhaupt noch leisten können mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Dabei gehört Mobilität zur Daseinsvorsorge und darf nicht vom Einkommen abhängen“, ist der Grüne Klubobmann überzeugt.
Daher macht er das Klimaticket in der kommenden Gemeinderatssitzung zum Thema. Ziel ist es, dass das Linzer Stadtparlament die Landesregierung ersucht, die für 2026 geplanten Preiserhöhungen beim Klimaticket Oberösterreich sowie den regionalen Varianten nicht umzusetzen. Gleichzeitig soll sich die Landesregierung auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die ebenfalls über die Inflationsrate hinausgehende Preissteigerung beim Klimaticket Österreich zurückgenommen wird. „Das Klimaticket hat sich zu einer absoluten Erfolgsgeschichte entwickelt. Diese Errungenschaft durch völlig überzogene Tariferhöhungen zu gefährden, ist kurzsichtig und zum Schaden der Menschen in Linz, Oberösterreich und Österreich“, so Langer.