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Mittwoch, 27. Mai 2026

Bitte einsteigen: Jugendlichen in AMS-Ausbildungskursen leistbare Mobilität ermöglichen

Zugangshürden zum Jugendticket Netz abbauen

Schüler:innen oder Lehrlinge unter 24 Jahren können mit dem Jugendticket Netz des OÖVV den Öffentlichen Verkehr im Bundesland um 95 Euro für 13 Monate nützen. Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aktiv auf Arbeitsuche sind und dazu einen Ausbildungspflichtkurs des AMS absolvieren, bleibt der Zugang zu diesem Angebot jedoch verwehrt.

„Diese Ungerechtigkeit gehört beseitigt. Junge Menschen, die sich bemühen, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sollen ihre Wege genauso zu einem leistbaren Preis mit Bim, Bus und Zug zurücklegen können“, hält Gemeinderätin Julia Mandlmayr, Sozialsprecherin der Grünen Linz, fest. Mit einer Resolution im morgigen Gemeinderat will sie eine entsprechende Adaptierung der Zugangsbestimmungen für das Jugendticket Netz erreichen.

Mobilität muss unabhängig des Einkommens leistbar sein

Während junge Menschen in Ausbildungskursen vom Jugendticket Netz des OÖVV ausgeschlossen sind, hat die Verteuerungsallianz von ÖVP, FPÖ und SPÖ auf Landesebene den Preis für das „Klimaticket OÖ Gesamt“ auf 703 Euro nach oben geschraubt. Bis zum 26. Lebensjahr betragen die Kosten dafür immer noch 586 Euro.

„Mobilität muss für alle unabhängig des Einkommens leistbar sein. Das betrifft insbesondere junge Menschen, die gerade in einem Ausbildungskurs sind und sich ein Klimaticket schlicht nicht leisten können. Umso wichtiger ist es daher, dass sie Zugang zum Jugendticket Netz erhalten, um zu einem leistbaren Preis umweltfreundlich zu ihren Kursen fahren zu können oder auch Familie und Freunde mit den Öffis zu besuchen“, unterstreicht Mandlmayr die Wichtigkeit ihres Anliegens. 

Unzufriedenheit über Zugangsregeln

Dass viele Betroffene die bestehenden Zugangsregeln zum Jugendticket Netz nicht nachvollziehen können, zeigt auch die jährlich stattfindende Veranstaltung „Jugend im Dialog“ der Arbeiterkammer Oberösterreich und der Diözese. Dabei weisen jugendliche Arbeitssuchende immer wieder auf diesem Missstand hin. „Daher ist es höchste Zeit, junge Menschen, die sich aktiv um Arbeit bemühen, vom Jugendticket Netz nicht länger auszugrenzen, sondern die Zugangshürden abzubauen. Ein leistbares Öffi-Angebot unabhängig des eigenen Einkommens ist schließlich ein wichtiger Faktor, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können“, ist Mandlmayr überzeugt. 

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