Der 8. März wird weltweit als Internationaler Frauentag begangen. Dieser Tag ist traditionell ein Kampftag für Frauenrechte und erinnert an den Textilarbeiterinnenstreik von 1908: in New York kamen damals 129 Arbeiterinnen, die vom Fabrikleiter eingeschlossen worden waren, bei einem Brand ums Leben. In den ersten Jahren stand das Frauenwahlrecht und eine klare Positionierung gegen den Krieg im Mittelpunkt der Proteste. 1911 fand erstmals ein Internationaler Frauentag statt, an dem auch in Europa mit Einigkeit und Solidarität bessere Lebensbedingungen für Frauen erreicht und Benachteiligungen beseitigt werden sollten.
„Der 8. März erinnert uns daran, dass Frauenrechte und Gleichberechtigung immer von Frauen erkämpft werden mussten. Und auch heute müssen Frauen weltweit und auch in Österreich für ihre Rechte kämpfen. Sie leisten jeden Tag Großartiges in sämtlichen Bereichen unserer Gesellschaft, doch noch immer werden sie massiv benachteiligt. Sie sind mehr als Männer von den Ausgabenkürzungen im öffentlichen Sektor betroffen, haben geringere Chancen z.B. in ihrer Karriere und bei den Zugängen zu Macht und Einkommen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe eine gerechte Zukunft zu gestalten! Die Vielfalt der Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag zeigt die Breite der feministischen Bewegung in unserer Stadt und ist ein klares Signal: Wir sind viele und wir kämpfen gemeinsam“ betont Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
Rund um den Internationalen Frauentag kooperiert oder unterstützt das Frauenbüro bei folgenden Veranstaltungen:
Wohnen von Frauen, Wohnen für Frauen. Wohnpolitik und Wohnmodelle mit Frauen. Wie würde die Welt aussehen, wenn Frauen gleichberechtigt mitgestalten?
Historisch wurden Frauen oft von Entscheidungsprozessen in der Architektur und Stadtplanung ausgeschlossen. In Folge werden bis heute ihre Bedürfnisse und Perspektiven nicht ausreichend berücksichtigt.
Frauen werden in der Architektur – sowohl als Planerinnen, Nutzerinnen oder Auftraggeberinnen von gebautem Raum – noch immer zu wenig wahrgenommen und eingebunden. Dadurch bleiben wichtige Aspekte der Lebensrealitäten verborgen. In diesem Kontext widmen sich eine Ausstellung und ein Symposium an der Kunstuni Linz am 5. März dem Thema „Frauen + Wohnen“.
Vor diesem Hintergrund findet die Auseinandersetzung mit aktuellen und alternativen Wohnpraktiken statt, die zu einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft beitragen können. Von Co-Housing-Projekten bis zu gemeinschaftsbasierten Initiativen entstehen neue oder neu gelebte Wohnformen, die auf Bedürfnisse diverser Lebensrealitäten reagieren. Diese Modelle setzen sich mit Themen wie finanzieller Unabhängigkeit, sozialen Netzwerken und Schutz vor Gewalt auseinander.
Für Frauenstadträtin Eva Schobesberger ist das Symposium von besonderer Bedeutung: „Frauen gestalten gleichberechtigt die Gesellschaft – und das muss sich auch in der Architektur und Stadtplanung widerspiegeln. Wohnmodelle, die die vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen berücksichtigen, sind ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft. Das Symposium ‚Frauen + Wohnen‘ an der Kunstuniversität Linz zeigt, wie innovative Wohnkonzepte und eine gleichberechtigte Mitgestaltung neue Blickwinkel eröffnen können.“
Eröffnung der Fotoausstellung der Frauenkommission der Diözese Linz: Die Kirche ist weiblich. 49 Frauen sind stellvertretend für Zehntausende vor die Kamera getreten: Sie sind vom Innviertel übers Hausruckviertel bis in den Zentralraum beheimatet, zwischen 28 und 71 Jahre alt und haben verschiedene Muttersprachen. Für die katholische Kirche stehen manche von ihnen als Führungsperson oder Seelsorgerin im Rampenlicht, während andere hinter den Kulissen als Mesnerin oder Kirchenbeitragsberaterin schauen, dass der Laden läuft. Einige haben als Ordensfrauen ihr Leben in den Dienst der christlichen Botschaft gestellt, während andere sich hin und wieder ehrenamtlich engagieren. Sie alle zeigen: Die Kirche ist weiblich!
Die Ausstellung ist vom 6. März bis 10. April 2026 bei freiem Eintritt.
Lisa-Viktoria Niederberger liest aus ihrem visionären Inselroman LAHEA: Der Roman erzählt von einer utopischen Inselgemeinschaft, deren fragile Ordnung durch Aufbruch und Zweifel ins Wanken gerät. Ein Abend mit Lesung, Gespräch und DJ-Sound. Eine Kooperation des Otto Müller Verlags mit dem Frauenbüro der Stadt Linz. Veranstaltet vom Verein Literaturschiff. Tickets im Vorverkauf oder an der Abendkassa erhältlich. Lisa Viktoria Niederberger ist Preisträgerin Marianne.von.Willemer-Frauen-Literatur.Preises 2025. Um die Preisträgerin bei ihrem Debütroman zu unterstützen, stellt das Frauenbüro ein Kontingent von 30 Tickets der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung: Anfragen bis 4. März an frauenbuero@mag.linz.at
Das ARS ELECTRONICA Center feiert den Internationalen Frauentag mit der Perfomance „Love Letters (in a Deep Space)“, der Animation „Soft Machines“, der Perfomance „Transformer“ im Deep Space und dem Ars Electronica Futurelab im Foyer. DJ Syntha wird ihre Musik am Abend präsentieren.
Das Bündnis 8. März veranstaltet gemeinsam mit dem Do It Yourself: Frauentag Linz eine DEMO zum Internationalen Frauentag. Treffpunkt ist vor dem Musiktheater in Linz, danach geht der Demo-Zug gemeinsam unter dem Motto „ENOUGH! BASTA! GENUG!“ über die Landstraße bis zum Hauptplatz, um lautstark auf die ungerechte Situation von Frauen aufmerksam zu machen.
„Wir streiken. Wir sind laut. Wir sind sichtbar.“ Der Globale Feministische STREIK ist ein politisches Mittel, um gemeinsam mit Menschen weltweit auf strukturelle Ungleichheit aufmerksam zu machen – in bezahlter wie unbezahlter Arbeit, in Kultur, Bildung und Care-Arbeit. Er macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die zentrale Rolle von FLINTA*-Personen in gesellschaftlichen und künstlerischen Prozessen.
Kunst.Macht.Gleichstellung – feministische Perspektiven auf Kunst und Kultur
Frauen prägen Kunst und Kultur – als Künstlerinnen, Kulturarbeiterinnen, Forscherinnen und im Publikum. Und doch sind Entscheidungsmacht, Unterstützung und Sichtbarkeit weiterhin ungleich verteilt. Was braucht es, damit Gleichstellung im Kunst- und Kulturbereich endlich Realität wird? Welche Strukturen müssen sich verändern? Und wie kann feministische Kulturpolitik aussehen? FIFTITU% lädt in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz zum Gespräch mit Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, sowie mit Expertinnen aus Kunst und Kultur. Es geht um Machtverhältnisse, Sichtbarkeit, Arbeitsbedingungen und die Frage, wie Kunst als demokratische Praxis gestärkt werden kann. Um Anmeldung bis 4. März 2026 wird gebeten.
Filmfestival - FRAU.MACHT.FILM In Kooperation mit dem Moviemento wird auch im Jahr 2026 wieder ein Frauen-Filmschwerpunkt in Form des dreitägigen Festivals „FRAU.MACHT.FILM“ gesetzt werden. Zusätzlich findet eine Podiumsdiskussion statt und beschäftigt sich mit dem Thema wie Darstellungen im Film Geschlechterrollen prägen. Ziel dieser Kooperation ist es, Frauen und ihre Leistungen in der männerdominierten Filmbranche sichtbar und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Weitere Veranstaltungen und Informationen gibt es auf der Homepage des Frauenbüros:
Infos Link: 8. März - Internationaler Frauentag | Stadt Linz
Genaue Informationen und Details erteilt das Frauenbüro der Stadt Linz, Tel.: +43 732 7070 1191 oder E-Mail: frauenbuero@mag.linz.at
Textquelle: Stadt Linz
Foto: privat