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Donnerstag, 16. April 2026

Häufung schwerer Gewalttaten in Linz

Wir müssen genauer hinschauen und von anderen Städten lernen

Schreckliche Gewalttaten im letzten Monat erschüttern und verunsichern uns. Diese Taten scheinen dabei auch vor dem Hintergrund psychischer Erkrankungen zu erfolgen. „Angesichts dieser Häufung müssen sich Stadt und Land die Frage stellen, ob wir Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ausreichend betreuen und begleiten. Eine Möglichkeit wäre, sich am Beispiel Hamburg zu orientieren. Hier wurde ein eigener Psychiatrieplan entwickelt. Vorgesehen sind darin auch Maßnahmen, um Menschen mit besonders komplexen Hilfebedarfen engmaschig und langfristig zu begleiten, damit Menschen nicht ‚durch das System fallen‘“, ortet Stadträtin Eva Schobesberger raschen Handlungsbedarf. 

Ein Mann, der einem anderen im Stadtzentrum tödliche Stichverletzungen zufügt, ein Täter, der einen Passanten mitten auf dem Südbahnhofmarkt zu Mittag mit einer Axt attackiert und schwer verletzt, ein Linzer, der mit Schere und Spritze auf Polizisten losgeht. Alle diese Fälle haben sich binnen eines Monats ereignet, beim letztgenannten ist der betroffene Mann Medienberichten zu Folge in der gleichen Nacht von Beamten nach einem angeblichen Suizidversuch zum Neuromedcampus gebracht, dort aber nicht stationär aufgenommen worden. „Diese schrecklichen Vorfälle sind sehr besorgniserregend. Wir müssen überprüfen, ob die Art und Weise, wie wir derzeit Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen versorgen, ausreicht“ so Stadträtin Eva Schobesberger. 

Fotocredit: Violetta Wakolbinger 

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