Mit einer kurzen Tagesordnung aber umso wichtigeren Initiativen der Grünen tritt am Donnerstag, 23. April, der Gemeinderat zusammen. Alle Debatten und Beschlüsse können ab 14 Uhr im Livestream mitverfolgt werden. Unsere Anträge rücken den Ausbau der E-Mobilität und die Abkehr von fossilen Brennstoffen in den Mittelpunkt. Unsere Anfragen thematisieren Verkehrsprobleme im Linzer Süden sowie die städtischen Angebote der Prävention problematischer Männlichkeitsbilder im Internet.
Während die Zahl der Ladepunkte für E-Autos bei Supermärkten, Einkaufszentren und Unternehmen steigt, ist es im öffentlichen Raum nach wie vor schwierig, das Fahrzeug mit Strom zu versorgen. Daher setzen wir uns in der kommenden Gemeinderatssitzung per Antrag für den Ausbau öffentlich zugänglicher E-Lademöglichkeiten ein und fordern in einem ersten Schritt 100 zusätzliche AC-Ladepunkte im Straßenraum zu schaffen. Schließlich darf der Umstieg auf Elektromobilität nicht jenen vorbehalten bleiben, die ein Eigenheim oder eine private Garage besitzen, sondern muss für möglichst viele Bürger:innen problemlos möglich sein. Mehr Power für die E-Mobilität in Form von Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum ist dafür eine Grundvoraussetzung.
Die Kriegshandlungen im Nahen Osten machen sich auch rund 4.000 Kilometer entfernt bei uns bemerkbar, indem sie zu steigenden Energie- und Spritpreisen führen. Die aktuellen Verwerfungen lassen, genauso wie die zunehmenden Extremwetterereignisse, keinen Zweifel, dass der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas entschlossen vorangetrieben werden muss. Dieses Ziel verfolgt auch die internationale Initiative für den globalen Fossilausstieg „Fossil Fuel Treaty“, die an einem Fahrplan zum Ausstieg aus diesen Energien arbeitet, der als Ergänzung zum Pariser Klimaabkommen gedacht ist. Wir erachten es als wichtiges Zeichen der Solidarität, wenn sich die Stadt Linz dieser Initiative anschließt, und stellen einen entsprechenden Antrag.
Junge Männer, altes Denken: Online-Communities, Influencer und Plattformen, in denen problematische Vorstellungen von Männlichkeit und frauenfeindliche Narrative geschürt werden, sind eine ernsthafte Gefahr, das Weltbild junger Männer zu verzerren und toxische Männlichkeit zu fördern. Auf diese bedenkliche Entwicklung muss auf allen Ebenen umfassend reagiert werden, damit insbesondere junge Männer sich der Gefahren der sogenannten „Manosphere“ bewusst werden. Was die Stadt Linz im Bereich der Burschenarbeit und der Prävention problematischer Männlichkeitsnormen unternimmt und welche Angebote, Strukturen und Ressourcen aktuell bestehen, wollen wir mit einer Anfrage herausfinden.
Obwohl im vom Gemeinderat beschlossenen Mobilitätskonzept Linz-Süd eine physische Durchfahrtssperre der Schwaigaustraße in Pichling festgeschrieben steht, sieht die Realität weiterhin anders aus. Wann erste Umsetzungsschritte geplant sind, soll nun unsere Anfrage ans Licht bringen. Dass hier Dringlichkeit geboten ist, machen die Schilderungen von Anrainer:innen deutlich. Sie berichten über regen Durchzugsverkehr, der sich oft weder an die 30er-Beschränkung noch an die Rechtsregel hält. Der Handlungsbedarf ist also eindeutig. Noch dazu, da der Abschnitt auch als Schulweg dient, auf dem Kinder die Straße überqueren müssen.