Kein gutes Haar lässt der Rechnungshof in seinem heute veröffentlichten Prüfbericht an der Errichtung des Donauparkstadions. „Der Bericht zeichnet ein Bild der Sorglosigkeit, Schlamperei und mangelnden Kontrolle seitens der Verantwortlichen in der ILG und der eigens für den Stadionbau gegründeten Gesellschaft. Angesichts der zahlreichen Kritikpunkte muss umgehend eine schonungslose, transparente Aufarbeitung erfolgen und der Rechnungshofbericht im Kontrollausschuss diskutiert werden“, fordert Gemeinderätin Ursula Roschger, Kontrollsprecherin der Grünen Linz.
Eine Überschreitung der Kosten bereits bei der Auftragsvergabe, missachtete Grundregeln bei der Rechnungsprüfung, mangelnde Qualitätssicherung, Nichteinhaltung der Bauordnung: Die Vorwürfe des Rechnungshofes sind umfangreich und wiegen schwer. „Diese Kritikpunkte machen klar, dass hier nicht zur Tagesordnung übergegangen werden darf, sondern die Abläufe in der ILG genauestens durchleuchtet gehören, damit sich solche Fehler nicht wiederholen. Schließlich haben sich sowohl Blau-Weiß Linz als Nutznießer des Stadions als auch die Linzer:innen klare Verhältnisse verdient“, hält Roschger fest.
Bereits bei der Präsentation der Pläne für die Spielstätte haben die Grünen offene Fragen rund um die Kosten für den Bau der Spielstätte thematisiert und auf mehr Transparenz gepocht sowie später die scheibchenweise bekanntgewordenen Kostensteigerungen kritisiert. „Nun zeigt der Rechnungshof auf, dass die Baukosten nicht nur aufgrund der weltpolitischen Verwerfungen gestiegen sind, sondern dass auch ein missglücktes Management dafür verantwortlich gewesen sein dürfte. Angesichts dieser unerfreulichen Tatsache muss der Bericht ein Nachspiel im Kontrollausschuss haben“, so Roschger.