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Donnerstag, 25. September 2025

Bürgermeister Prammer will Buslinien stoppen

Autobahnfinanzierung soll bleiben: Mit Vollgas in die falsche Richtung

Seit Jahren warten die staugeplagten Linzerinnen und Linzer im Süden auf Entlastung. Diese sollen auch die geplanten Buslinien 13 und 14 bringen, wie sie den Linzer:innen bereits seit 2020 versprochen werden. Gleichzeitig wird an den Millionen für Autobahnschneisen und Zuschüssen an den Flughafen nicht gerüttelt.

„Für die dringen benötigten Öffis für den Linzer Süden verkündet der Bürgermeister nun das Aus - aus Spargründen. Während an den Autobahnmillionen nicht gerüttelt wird und vor dem Sommer vier Millionen Euro für den Flughafen bereitgestellt wurden. So löst man keine Verkehrsprobleme, das geht komplett in die falsche Richtung - dafür mit Vollgas. Das ist für die staugeplagten Linzer:innen im Süden unserer Stadt bestimmt eine bittere Enttäuschung“, hält Umweltstadträtin Eva Schobesberger fest.

„Das ist auch ein schwerer Rückschlag für alle, die in der Industriezeile ihren Job haben und mangels attraktiver Alternativen schon viel zu lange auf das Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zu gelangen. Auch aus Sicht der zahlreichen Betriebe, die sich entlang des Hafen- und des Industriegebietes angesiedelt haben, ist das angekündigte Aus der Busverbindungen ein schwerer Schlag. Schließlich ist eine gute öffentliche Erreichbarkeit ein wichtiger Standortfaktor“, so Klubobmann Helge Langer.

Umstieg auf Öffis so einfach wie möglich machen

Bürgermeister Prammer will diesem wichtigen Öffi-Projekt, das sowohl Urfahr als auch den Linzer Süden mit der Industriezeile verbinden soll, laut Medienberichten nun im Alleingang eine Absage erteilen – und zwar aus Spargründen, wie es heißt. Nach derzeitigem Wissenstand subventioniert die Stadt Linz die Bundesautobahnprojekte Westring und Anschluss Auhof mit 67 Millionen Euro.  Vor dem Sommer war der Bürgermeister zudem noch bereit vier Millionen für den Flughafen in Hörsching zuzuschießen, ohne dass ein Konzept vorliegt, wie dieser wieder kostendeckend wirtschaften kann.

Auf einer Route von Urfahr durch den Osten der Stadt sollen die Linien 13 und 14 das Industriegebiet mit den südlich der Traun gelegenen Stadtteilen Ebelsberg und Pichling verbinden. Auch der Gemeinderat hat sich bereits einstimmig für das Projekt ausgesprochen. Ende Dezember 2023 wurde das Verkehrskonzept Linz Süd beschlossen, indem die Linien 13 und 14 einen wichtigen Schwerpunkt bilden. Nach sechs Jahren der Planung inklusive genauer Trassenverläufe will der Bürgermeister das Projekt nun aber begraben.

„Es muss alles darangesetzt werden, den Menschen den Umstieg auf die Öffis so einfach wie möglich zu machen, um den Autoverkehr durch unsere Stadt zu reduzieren und die Lebensqualität der Linzer:innen zu verbessern. Dazu ist es nötig, zusätzliche Öffi-Angebote auf die Straße zu bringen, anstatt die Pläne dafür wieder in der Schublade verschwinden zu lassen. Es kann nicht sein, dass die Stadt für Autobahnen, für die sie nicht zuständig ist, Subventionen in Höhe von rund 70 Millionen an den Bund schickt und gleichzeitig unsere Öffiprojekte eingestampft werden“, betont Schobesberger. Umso unverständlicher wäre es deshalb, wenn die geplanten Linien 13 und 14 nie den Betrieb aufnehmen würden. „Wird diese Entscheidung tatsächlich getroffen, bedeutet das die Fortsetzung der verkehrspolitischen Versäumnisse im Linzer Süden“, erinnert Langer daran, dass die dortigen Stadtteile in den vergangenen Jahren massiv gewachsen sind, der Öffi-Ausbau damit jedoch nicht Schritt gehalten hat. 

Fortsetzung des alten Denkens

Aus Sicht der Grünen ist in der Causa das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. „Es kann nicht sein, dass diese Entscheidung entgegen aufrechter Gemeinderatsbeschlüsse einfach so vom Bürgermeister getroffen wird, ohne dass darüber in einem städtischen Gremium eine Diskussion stattfindet. Wir brauchen jeden zusätzlichen Bus, der das Industriegebiet mit dem Linzer Süden verbindet, dringend, um unsere Straßen zu entlasten und den Stau zu reduzieren. Hier den Sparstift zu zücken, während Geld keine Rolle spielt, wenn es um neue Autobahnen oder den Flughafen geht, ist altes Denken und eine Mobilitätspolitik, die wir uns nicht länger leisten können. Wir werden weiter für die Linie 13 und 14 kämpfen“, sind sich Schobesberger und Langer einig. 

 

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