02.12.2025
Trotz großer Proteste aus der Bevölkerung und gravierender negativer stadtklimatologischer Auswirkungen bis ins Volksgartenviertel hinein heulen im Bergschlösslpark seit heute früh die Kettensägen. Mindestens 243 Bäume, darunter 90 mit mehr als 60 Zentimetern Durchmesser und damit besonders wertvoller Baumbestand, müssen in der Parkanlage sowie im Ziegeleipark und im Bereich der Bahnhofskreuzung dem Bau der Westring-Autobahn weichen und gehen somit unwiederbringlich verloren. Umweltstadträtin Eva Schobesberger hat sich heute selbst ein Bild von den Fällungen gemacht.
„Für dieses völlig aus der Zeit gefallene Bauwerk die ohnehin wenigen Grünflächen in diesem Stadtviertel zu zerstören, bedeutet mutwillig die Verschlechterung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Linzerinnen und Linzer in Teilen der Innenstadt in Kauf zu nehmen. Die Folgen werden wir bis ins Volksgartenviertel spüren. Das ist völlig zukunftsvergessen. Dass die Stadt trotz der massiven Nachteile dieses Steinzeitprojekt auch noch mitfinanziert, ist dabei besonders absurd“, macht Schobesberger deutlich.
Viele Befürchtungen haben die angekündigten Baumfällungen nahe dem Hauptbahnhof bei der Bevölkerung ausgelöst. Daher hat Stadträtin Schobesberger eine Stadtklimatologische Einschätzung in Auftrag gegeben, deren Ergebnis besorgniserregend ist. Kommt die Expertise doch zum Schluss, dass die Baumfällungen und zusätzlichen Versiegelungen stadtklimatologische Auswirkungen bis ins Volksgartenviertel hinein haben werden. „Die vielen Menschen, die in diesem bereits jetzt klimatisch benachteiligten Viertel zu Hause sind, müssen sich also auf weitere Verschlechterungen insbesondere in Form von mehr Hitze einstellen“, verweist Schobesberger auf die negativen Folgen des Autobahnbaus.